Ursprung und Hintergründe zu unserem Karpfenschiessen

Karpfenschiessen- das klingt einfach und banal.
Aber wie entstand denn dieser recht ungewöhnliche Wettkampf zum Jahresende und warum erhält denn jede Frau als Antrittsprämie ein Schuppentier?
Warum ist mit jedem Jahr eine steigende Teilnehmerzahl zu verzeichnen?
Wieso eigentlich Karpfen- und nicht Forellenschiessen?
Was erwartet die Starter? Welche Highlights gab es in den vergangenen Jahren und womit müssen die Teilnehmer dieses Jahr rechnen?

Viele Fragen - es antwortet der Vorstand des Schützenvereines:

Der Ursprung liegt in einem erfolglosen Angeltag zweier unserer Vorstandsmitglieder.
Im Jahr 1999 waren der damalige 2. Schützenmeister Gerald Sänger und unser 1.Schützenmeister Frank Kilian gemeinsam zu einem weiteren gemeinsamen Hobby, dem Angeln. Doch wie es nun mal so ist, auch bei den Petrijüngern gibt es Tage, da gelingt einfach nichts. Und so auch an diesem Sommertag, an einem von der Fischzucht Untermaßfeld zum Angeln freigegebenen Gewässer.
Beim Einpacken ihrer Angelutensilien fiel der für unser Vereinsleben wohl wichtige Satz:
„Man(n) müsste die Fische doch schiessen können….“
Dieser Satz fiel in einer der letzten Vorstandsitzungen des Jahres 1999 kurz vor Silvester erneut und eine Idee war geboren.
Wir veranstalten ein Fischschiessen!
Doch wie sollte dies realisiert werden? Neben dem Lebensmittel Fisch und dem Problem des Anbringens der Fische auf unserer Schiessstätte gab es auch einen weiteren Punkt.
Unsere Frauen sehen uns während des ganzen Jahres  an den Wochenenden öfter wegen der vielen Wettkämpfe nur zum Essen und zum Schlafen zu Hause. Und nun soll auch noch zum Jahresende, kurz vor Silvester ein Wettkampf stattfinden….?
Das müssen wir irgendwie ausgleichen.
Fest stand auch, wir benutzen keine normalen Zielscheiben für diesen neuen Wettkampf. Schnell waren daher einige Skizzen gemacht und der Ursprung unserer heutigen Zielscheibe war entstanden. Ein Fisch als stilisiertes Schiessobjekt.
Was bietet sich den Silvester nicht besser an als ein Karpfen? Somit war auch festgelegt, welche Art von Fisch auf der damals recht einfach gestalteten Schiessscheibe dargestellt werden sollte. Es war der Karpfen.
Doch wie bekommt der Sportschütze seine Frau dazu, mitzumachen?
Auch dafür gab es recht bald eine recht überzeugende Lösung! Jede Frau die mitmacht hat einen Preis schon sicher. Damit es für die Herren der Schöpfung nicht allzu einfach war, es der holden Weiblichkeit gleich zu tun und einen Preis zu erringen, gibt es von Anfang an bei Treffern auf die Flossen der Karpfen Minuspunkte. So kommt es in jedem Jahr vor,
das einige Starter mit Minuspunkten den Wettkampf beenden.
Doch was sollte denn als Preis herhalten? Auch hierfür hatte einer der Vorstandsmitglieder einen Plan. Wir geben frische Karpfen als Preise aus! Gesagt getan. Im ersten Jahr waren es gerade mal 7 Männer und 5 Frauen, die dem Schuppentier mit der Großkaliberwaffe auf die Schuppen rückte. Frisch geschlachtet kommen die Fische seither immer von der Anlage der Untermaßfelder Fischzüchter.
Doch schon nach dem Auswerten und dem Aushang der Ergebnisse der Jubiläumsveranstaltung hatten wir für das Folgejahr die doppelte Anzahl Starter und –innen!
Im Jahr 2002 titelte das „Meininger Tageblatt“ in seiner Neujahrsausgabe
am 2. Januar „Märchenhaftes Karpfenschiessen in Sülzfeld“!
Was war geschehen? Einige unserer Schützenfreunde hatten für unser Schiessen auch in Bayern Reklame getrieben. Aus Bad Neustadt meldeten sich schließlich auch einige Starter von der dortigen Reservistenkameradschaft. Unter Ihnen unsere mittlerweile zu guten Freunden gewordenen Brüder Rudolf und Günther Grimm. Somit hatten wir die Thüringer Grenzen übersprungen und recht bald kamen in den weiteren Jahren neben den Bayern auch viele Sportfreunde aus Hessen und natürlich wie von Anfang an, aus Thüringen zu unserem Jahresendschiessen. Die Gebrüder Grimm sind seitdem auch jedes Jahr dabei. Auch heuer werden sie sicher wieder zu den Startern gehören….
Doch mit jedem Jahr wurden auch die Ansprüche an Unterhaltung und die Preise höher.
Hatten wir in einem Jahr mal zum Aalgreifen geladen, ein anderes Mal einen großen Stör, einen Bratwurstrost oder eine Fischplatte zu Verlosung als Sonderpreis ausgelobt, im Jahr 2009 für jeden „Schnapszahlstarter“ zum 11. Karpfenschiessen ein Geschenk gegeben hatte, wird es wohl auch 2010 eine besondere Überraschung und Spaßeinlage(n) geben.
Nachdem im letzten Jahr auch der „Fisch“, also Sven Fischer, an unserem Karpfenschiessen teilgenommen hatte, wird es dieses Jahr wieder einen oder mehrere prominente(n) Überraschungsgast(-gäste) geben.

So wird am 29.Dezember ab 10.00 Uhr sicher öfter mal aus dem Erfurter Funkhaus eine Verbindung live nach Sülzfeld geschaltet werden, um nicht nur ein ganz „spezielles Geschlechtergefecht“ On Air zu bringen……

Besonders freuen wir uns natürlich über den Aspekt, das es mit Unterstützung von „Landeswelle Thüringen“ und weiteren Sponsoren  in diesem Jahr zum vierten Mal eine größere farbige Karpfenscheibe geben wird und nach der Rekordbeteiligung aus dem Jahr 2008mit 164 Starterinnen und Startern  nun wohl auch dieses Jahr wieder mehr Freunde des Schiessports den Weg zu uns finden werden.